Bibelmail Nr. 165: 3 VIDEOS: Gehirnwäsche von Benny Hill

Die „Süddeutsche“ berichtete schon am 3. Juli 2000: (siehe unten auf dieser Seite)

Joyce Fawn, eine Großmutter aus Chicago, setzte ihre Chemotherapie ab – und zwei Monate später war sie tot.
What happened?
Joyce Fawn fiel den Spinnereien des TV-Predigers Benny Hinn zum Opfer. Denn der Scharlatan „heilte“ sie auf offener Bühne von ihrem Lungenkrebs und die gläubige Granny vertraute so sehr auf die Wirkmacht des angeblichen Wunderheilers, daß sie die medizinische Behandlung aufgab. Ein Todesopfer mehr auf der Liste des Benny Hinn.

… das TV-Predigertum ist ein knallhartes Business, bei dem es astronomische Summen abzuschöpfen gibt, eine Industrie mit dreieinhalb Millliarden Dollar Umsatz pro Jahr.

Geschätzt wird, daß seine Organisation ihre gehirngewaschenen Anhänger um 100 Millionen Dollar pro Finanzjahr schröpft. Genau weiß das freilich niemand, denn laut US-Gesetz müssen Kirchen weder Steuern zahlen, noch ihre Geschäftsbücher offenlegen.

Doch der eigentliche Clou sind die verbleibenden 10 Prozent. Das sind die Raffkes aus dem oberen Mittelstand, denen der eigene Geldspeicher dann doch irgendwie peinlich ist und bei den predigenden Gleichgesinnten qua Spende um religiöse Rechtfertigung betteln.

Anmerkung:

Da fällt mir der Spruch des irischen Dramatikers George B. Shaw (1856-1950) ein:
„Der hundertprozentige Amerikaner ist ein neunzigprozentiger Idiot.“

Böse Zungen behaupten:
„90 Prozent der Amerikaner sind 100-prozentige Amerikaner.“

Nicht anders in Deutschland. Hier zahlen die „Schäfchen“ neben einer staatlich verordneten Kirchensteuer auch noch zusätzlich die pompösen Gehälter der Bischöfe, Priester, Pfarrer, usw. bis zur Kindergärtnerin und der Putzfrau. Die Kirchenführer führen ein Leben in Saus und Braus, kaum schlechter als Benny Hinn.

Fazit: Wer religiöse Rechtfertigung kaufen möchte, ist bei den Kirchen gut aufgehoben.

Das nennt man in der Wirtschaft „Kundenorientierung“ und „Kundenbindung“. Nur zu dumm, dass Gott keine Kunden hat! Und Christus hat sein Leben auch nicht für etwaige Kunden gelassen.

Wie sagte Jesus zu seinen Nachfolgern und Freunden?

Offenbarung 22,

14. Selig (errettet) sind, die seine Gebote halten, auf daß ihre Macht sei an dem Holz des Lebens, und zu den Toren eingehen in die Stadt.

15. Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschläger und die Abgöttischen und alle, die liebhaben und tun die Lüge.

16. Ich, JEsus, habe gesandt meinen Engel, solches euch zu zeugen an die Gemeinden. Ich bin die Wurzel des Geschlechts Davids, ein heller Morgenstern.

17. Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es höret, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.

18. Ich bezeuge aber allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: So jemand dazusetzt, so wird GOtt zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. (in Offb. 16 !)

19. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird GOtt abtun sein Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt und von dem, was in diesem Buch geschrieben stehet. (er wird ihn vernichten!)

20. Es spricht, der solches zeuget: Ja, ich komme bald. Amen. Ja komm, HErr JEsu!

21. Die Gnade unsers HErrn JEsu Christi sei mit euch allen! Amen.

Sehen Sie sich die Videos mit Benny Hinn an:


Benny Hinn: Let the Bodies Hit the Floor


FIRE Fall on Kids 1


FIRE Fall on Kids 2

Interessant ist auch, was in Wikipedia über Benny Hinn zu lesen ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Benny_Hinn

Und was Alexander Seibel über Benny Hinn schreibt:
http://www.bibelbund.org/htm/2003-3-63.html

Ganz interessant der Artikel in der „Süddeutsche“:

Himmlische Schlachten

… geföhnt, wie die Welle auf einer jener kitschigen Surf-Postkarten, eine ganze Batterie Fernsehkameras auf sich gerichtet: Pastor Benny Hinn, der Gründer des Orlando Christian Center und der World Outreach …

Joyce Fawn, eine Großmutter aus Chicago, setzte ihre Chemotherapie ab – und zwei Monate später war sie tot.

What happened?

Joyce Fawn fiel den Spinnereien des TV-Predigers Benny Hinn zum Opfer. Denn der Scharlatan „heilte“ sie auf offener Bühne von ihrem Lungenkrebs und die gläubige Granny vertraute so sehr auf die Wirkmacht des angeblichen Wunderheilers, daß sie die medizinische Behandlung aufgab. Ein Todesopfer mehr auf der Liste des Benny Hinn.

Aber wer ist dieser Benny Hinn eigentlich?

Pastor Benny Hinn gehört dem Mystical Christian Movement an. Diese Bewegung ist ein Sammelbecken für die altbekannten Erdöl-als-Wundermedizin-Verkäufer, deren Anhänger schon zu Jesse James‘ Zeiten durch Amerika pilgerten und allen, die auf ihrer religiösen Schleimspur kleben blieben, die Knete abknöpften. Da konnte Benny Hinn bei seinen Vorgängern natürlich auf ein großes Reservoir an selbstgestrickten Legenden zurückgreifen. Auch Benny läßt sich in der Hinsicht nicht lumpen und schenkt sich nichts: Bereits im zarten Alter von elf Jahren suchte ihn Jesus heim. Mit dem Heiligen Geist ist er praktisch auf Du-und-Du. Da sind die Engel, die ihm begegneten und mit denen er, seinen hinderlichen Körper verlassend, himmlische Schlachten geschlagen habe, eigentlich nur noch schmückendes Beiwerk. Immer derselbe einfältige Tinnef. Dieser so schwer vorbelastete Benny Hinn konnte also gar nicht anders, als der Gründer des Orlando Christian Center und der World Outreach Church in Florida zu werden.

TV-Prediger, diese religiösen Geißeln des Kathodenzeitalters, haben sich in den letzten Jahren geradezu seuchenartig verbreitet. Das verwundert nicht, denn das TV-Predigertum ist ein knallhartes Business, bei dem es astronomische Summen abzuschöpfen gibt, eine Industrie mit dreieinhalb Millliarden Dollar Umsatz pro Jahr. Wo es um viel Geld geht, sind die Neider, zumal jene aus den eigenen Reihen, bekanntermaßen nicht weit. Beobachtet wird das geldgierige Treiben der Radio- und Fernsehkirchen von der Trinity Foundation, einer christlichen Organisation in Dallas. Die Trinity Foundation schätzt die Zahl der Amerikaner mit dem flinken Griff in die Taschen der Spendierhosen auf rund fünf Millionen. Prozentual aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild: 60 Prozent Senioren, Frauen zumeist, 30 Prozent unheilbar Kranke. Doch der eigentliche Clou sind die verbleibenden 10 Prozent. Das sind die Raffkes aus dem oberen Mittelstand, denen der eigene Geldspeicher dann doch irgendwie peinlich ist und bei den predigenden Gleichgesinnten qua Spende um religiöse Rechtfertigung betteln. Da wäscht, gemäß biblischer Tradition, eine Hand die andere.

Benny Hinn ist eines der fettesten Schweine im sakralen Stall. Geschätzt wird, daß seine Organisation ihre gehirngewaschenen Anhänger um 100 Millionen Dollar pro Finanzjahr schröpft. Genau weiß das freilich niemand, denn laut US-Gesetz müssen Kirchen weder Steuern zahlen, noch ihre Geschäftsbücher offenlegen. Aber die USA ist nicht genug. Die Benny-Hinn-Show, This is your day, sorgt für zusätzlichen Elektrosmog über Australien, Afrika, Asien und Europa. Die Inder bekommen’s viermal täglich besorgt. (Und demnächst? The world is not enough?)

This is your day ist ein groteskes Schmierentheater. Hinn vor einem zehntausendköpfigen Publikum, auf das er stundenlang Bibelzitate, Offenbarungen und Lobpreisungen niederprasseln läßt. Die Folge: Hysterischer Applaus, Tränen in den Augen, und doch nur der Auftakt für die eigentliche Show. Hinn läuft, hüpft, klatscht und die verdummten Schafe blöken: „We are anointed! We are anointed!“

Ole Anthony, pastoraler Vorsteher der Trinity Foundation, sieht durch die Multimediapfaffen das Übel über das Christentum kommen: „Es geht ihnen nur um Geld.“ Nun ja, ging es den Pfaffen je um etwas anderes? Und weiter: „Die Szene ist ein Haifischbecken von Betrügern, die sich auf den Missbrauch der Armen, Schwachen und Verzweifelten spezialisiert haben.“ Das läßt sich mit Fug und Recht von jeder Kirche behaupten. Da muß Ole Anthony gar nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Sage noch einer, eine Krähe hacke der anderen kein Auge aus.

Weiter mit This is your day. Hinn strebt gnadenlos dem Höhepunkt seiner Show entgegen. Menschen aus dem sogenannten desperation pool, der Gruppe der unheilbar Kranken, versammeln sich am Bühnenrand. Und Benny ist gut drauf: „Alle werdet ihr geheilt!“ Es gibt viel zu tun, packen wir’s an. Eine Mutter mit zwei Söhnen, alle HIV-positiv. So what? Piece o’cake! Benny redet auf die drei ein, greift dann der Frau an die Stirn und keift: „Der Teufel der Krankheit soll weichen!“ Schon liegt Muttchen flach und Benny kübelt seine Diagnose gleich hinterher: „My Jesus has destroyed Aids!“ Schon gut, Benny. Nur nicht aufregen. Der Abend ist noch lang. Steigerungsfähig sind wir doch alle. Und dann fallen sie, die Medizin-Desperados, erst noch einzeln, dann gruppenweise und schließlich, einmal im Rausch, ist es schwer, wieder aufzuhören, schreit Benny: „Rise and be healed!“ Tausende erheben sich, Benny pustet, wedelt und schon sitzen bzw. liegen sie wieder. Auf die einfache Faustformel gebracht: Hin zum Hinn und du bist hin.

Massenohnmachten sind lustig, kein Zweifel. Ein Spielverderber, wer dabei nicht lachen kann. Eine dieser Spaßbremsen ist Ole Anthony, der, nebenbei erwähnt, ein ehemaliger Geheimdienstler der Air Force ist, was eigentlich seine Humorlosigkeit lückenlos erklärt: „Nachdem die Massen stundenlang die monotonen Gesänge und Sprechchöre über sich ergehen ließen, nachdem Musik und Lightshow sie in eine kollektive Hysterie getrieben haben, sind sie im ersten oder auch zweiten Stadium der Hypnose. Aus dem Fernsehen wissen sie ja schon, was von ihnen erwartet wird. Und so werden sie effektiv umgeblasen.“

Und Joyce Fawn? Nur ein Strich auf Benny Hinns Todesliste. Denn Hinn behauptet nicht nur immer wieder, Taub- und Blindheit, Krebs und Aids heilen zu können. Er behauptet auch, jede Heilung prüfen zu lassen. Von Medizinern wurden jedoch nur wenige Fälle glaubwürdig bestätigt. Und die haben nichts mit Hinns angeblich gottgegebenen Kräften zu tun. Herbert Vince, Harvard-Dozent und Autor eines Buches über Wunderheiler: „Vielen Menschen geht es nach einer Wunderheilung besser. Aber das ist weniger der Verdienst des Heilers, als der psychologische Effekt.“ (C.B.)

Quelle: 03.07.2000 Süddeutsche Zeitung
http://archiv.sueddeutsche.apa.at/sueddz/index.php?id=A10728393_OGTPOGWPPPPCPEGRRASHGSAAPRGOPCWHETE

Wer die „Liebe zur Wahrheit“ nicht hat, dem schickt Gott persönlich den Satan, damit er der Lüge glaubt.
(2. Thess. 2, 9-12)