Bibelmail Nr. 125: Wie die Menschen von der angeblichen Neuoffenbarung von Jakob Lorber hinters Licht geführt werden

Ich erhalte sehr viele Anfragen und versuche diese nach Dringlichkeit zu beantworten. Diese hier ist es wert, veröffentlicht zu werden. Natürlich anonym.
Vorausgegangen war die Frage, ob der Sabbat zu halten sei, oder nicht. Ich legte ihm das Wort Gottes aus, doch die Zehn Gebote erfreuten sein Herz nicht. Deshalb suchte er Hilfe bei anderen Gebote-Gegnern. Die fand er offensichtlich unter den Anhängern von Jakob Lorber.

Damit Sie eine Vorstellung von Jakob Lorber und seinen Lehren haben, hier einige Ausführungen aus wikipedia.org:

Jakob Lorber (1800-1864) war „österreichischer Musiker und christlicher Mystiker und Visionär, der sich als ‚Schreibknecht Gottes‘ bezeichnete.“

„Am 15. März 1840 um 6 Uhr morgens vernahm Jakob Lorber, laut eigenen Angaben, in sich eine Stimme, die ihn zu schreiben aufforderte. Dieser inneren Stimme widmete er fortan sein Leben und schrieb, ihr folgend, 25 Bücher und viele kleinere Schriften nieder.“

„An einen Freund schrieb Lorber im Jahre 1858 über die in ihm redende Geistesquelle, die sich ihm als die Stimme Jesu Christi, das lebendige Wort Gottes, vorstellte: „Bezüglich des inneren Wortes, wie man dasselbe vernimmt, kann ich, von mir selbst sprechend, nur sagen, daß ich des Herrn heiliges Wort stets in der Gegend des Herzens wie einen höchst klaren Gedanken, licht und rein, wie ausgesprochene Worte, vernehme. Niemand, mir noch so nahestehend, kann etwas von irgendeiner Stimme hören. Für mich erklingt diese Gnadenstimme aber dennoch heller als jeder noch so laute materielle Ton. – Das ist aber nun auch schon alles, was ich Ihnen aus meiner Erfahrung sagen kann.“

„Erlösung und Wiederbringung der in der Materie der Sonnen und Welten gebundenen Urwesen bewirkt Gott zusammen mit der großen Mehrheit der treu gebliebenen Engelsgeister. Die in der Materie gebundenen Seelen werden stufenweise durch das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich emporgeführt bis hin zur menschlichen Lebensform. Eine menschliche Seele besteht aus zahlreichen solchen „Naturseelen“. Sie erhält bei der Geburt einen reinen Gottesgeist- oder Liebefunken eingehaucht und kann sich im Leben durch die freiwillige Haltung der Liebesgebote Gottes bewähren und als Kind und Ebenbild Gottes schließlich zur wahren Freiheit, Vollkommenheit und Seligkeit befördert werden.“

„Jesus Christus ist das heilige, geistig-menschliche Ur-Machtzentrum, der göttliche Vater im Gewand der Materie. Als die Schöpfung ausreichend bereitet war, brachte Jesus den Menschen die höchste Enthüllung der göttlichen Liebe – die Gottheit als Vater. Jesu Seele und Leib ist der vom Vater geschaffene und ausgegangene Sohn. Die vom Vater durch den Sohn in die Unendlichkeit ausstrahlenden allschöpferischen Gotteskräfte sind der Heilige Geist. In Jesus sind vereint Vater, Sohn und Heiliger Geist.“

„Jenseits: Die geistige Wiedergeburt erreichen nur wenige Menschen schon diesseits. Daher gibt es im Jenseits spezielle Reinigungsschulen, wo die Menschen unter der Leitung höherer Geister zur Vollendung geführt werden. Einst wird „kein Verbanntes“ mehr sein. Die Reinigung dauert jenseits allerdings viel länger und ist wesentlich peinvoller als diesseits. Je nach böser oder guter Gesinnung erleben die Menschen ein höllisch-qualvolles oder ein paradiesisch-wonnevolles Dasein. Wiedergeburt (Reinkarnation) als Mensch (niemals als Tier oder Pflanze usw.) auf anderen stofflichen Welten (auf allen Planeten und Sonnen leben Menschen, Tiere und Pflanzen der „Lichtmaterie“) oder ausnahmsweise auch auf der Erde sind möglich.“

„Himmel: Entsprechend der Reinheit und Stärke ihrer Liebe, erreicht die Seele einen der in drei Bereiche aufgeteilten Himmel, der jenseits des Jenseits liegt.“

„Außerdem verbreitete Lorber, dass seine so genannte „Neuoffenbarung“ sich als die zweite Wiederkunft Christi versteht. Diese Wiederkunft soll nicht nur allein über die Offenbarung an Jakob Lorber stattfinden, sondern auf verschiedene Art über mehrere Visionäre und Mystiker.“


Soviel, aus wikipedia.org, zu Jakob Lorber. Wir erkennen sofort, wessen Geistes Kind Jakob Lorber war. Für mich ist das Hinduismus was er glaubte.

Der Hindu glaubt, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf sind, Lorber auch. Jesus nicht!

Hindus glauben an die Reinkarnation, Lorber auch. Jesus nicht!

Für den persönlichen Glauben haben religiöse Lehrer (Gurus) oft einen großen Stellenwert. Für seine Anhänger nimmt Jakob Lorber einen Guru-Status ein.
Die verschiedenen hinduistischen Traditionen und Philosophien vertreten verschiedene Gottesbilder, sie sind letztlich dem Einzelnen überlassen. Dies ist auch der Standpunkt des Fragestellers, wie sich in seiner letzten Mail herausstellte.

Die Götter Brahma, Shiva und Vishnu werden auch als Dreiheit Trimurti, dargestellt. Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit bzw. Trinität also auch im Hinduismus. Welch eine Übereinstimmung mit dem so genannten „Christentum“! Lorber glaubt selbstverständlich auch an die Dreieinigkeit. Jesus nicht!

Dies zur Information. Dann erhielt ich von meinem Leser die Antwortmail der Person, die sich damit beschäftigte, ob der Sabbat zu halten sei, oder nicht. Text der Mail:

…ich habe mich mit der Sabbat-Frage beschäftigt. Müssen wir diesen halten, so wie die Adventisten es sagen? Schließlich steht es ja so in den 10 Geboten.
http://www.das-lebendige-wort.de/Abhandlungen/sabbat.htm

Unter diesem Link finden Sie die komplette Stellungnahme, die ich wiederum als Grundlage für meine Antwort an den Leser nahm.


Ich schreibe nachfolgend
die Ausführungen des Jakob-Lorber-Anhängers Frank Müller in ROT,
meine Antwort in BLAU.


Sehr geehrter Herr ……………,
besten Dank für Ihre Mail.
Ich melde mich erst heute, weil ich zusammenhängend nicht soviel Zeit hatte. Ein ganzer Abend war erforderlich, auf den von Ihnen zitierten Artikel zu antworten.
Es hat sich gelohnt, denn ich werde den Artikel von Frank Müller und meine Ausarbeitung aus Sicht der Bibel ins Internet stellen. Damit möglichst viele Lorber-Anhänger merken, wie sie hinters Licht geführt werden…
Damit ich auf Ihren Artikel antworten kann, habe ich den Text in diese E-Mail kopiert:


Müssen wir den Sabbat halten?
von Frank Müller
Von den Adventisten hörte ich, dass wir den Sabbat halten müssen. Der Sabbat wurde früher an einem Samstag gehalten, an welchem man nicht arbeiten durfte.


Das ist schon die erste Lüge!

Der Sabbat ist schon immer der siebte Tag der Woche. Und der siebte Tag der Woche wurde in Deutschland, England und Holland nach dem Saturn umbenannt, also Samstag, Saturday, Zaterdag. In anderen Sprachen heißt er jedoch Sabbat, z.B. in

Altgriechisch, der Schrift der Septuaginta, wie sie bereits zur Zeit Jesu existierte;
Neugriechisch, der Schrift der über 28.000 Abschriften des Neuen Testaments;
Spanisch;
Portugiesisch;
Italienisch;
Hebräisch;
Lateinisch.


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